Franz Bröcker-Stiftung


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Stiften will gelernt sein

Franz Bröcker hinterließ ein Millionen-Vermögen und viel Arbeit / Stiftungen informieren
Artikel aus den Westfälischen Nachrichten. Erschienen im März 2009

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Hebammen-Projekt soll bis 2012 weitergehen

Äußerten sich zufrieden über den Verlauf des Hebammen-Projekts (v.l.): Ludger Wildenhues (Franz-Bröcker-Stiftung), Dr. Christiane Kappenstein, Dr. Dagmar Schwarte (beide Gesundheitsamt) und Dezernent Thomas Paal.
Äußerten sich zufrieden über den Verlauf des Hebammen-Projekts (v.l.): Ludger Wildenhues (Franz-Bröcker-Stiftung), Dr. Christiane Kappenstein, Dr. Dagmar Schwarte (beide Gesundheitsamt) und Dezernent Thomas Paal.
(Foto: Oliver Werner)


Münster. „Schon vor der Geburt müssen die Weichen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern gestellt werden“, sagt Thomas Paal, Dezernent für Soziales, Integration und Gesundheit. Darum wurde vor vier Jahren das „Projekt Familienhebamme“ ins Leben gerufen, das besonders Migrantenfamilien oder sozial schwache Familien begleiten soll. Seit 2006 unterstützt die Franz-Bröcker-Stiftung das Projekt, sodass die Tätigkeit der Familienhebamme des Gesundheitsamts Münster ausgeweitet werden konnte.

„Das Modell Familienhebamme hat sich bewährt“, betonte gestern Dr. Christiane Kappenstein vom Gesundheitsamt. Darum liegt nun ein Entwurf vor, der vorsieht, das Projekt zunächst bis zum Jahr 2012 fortzuführen. Dazu wird die Franz-Bröcker-Stiftung 112 000 Euro zu den benötigten 231 000 Euro beisteuern.

Derzeit werden 90 Familien von den inzwischen zwei Familienhebammen betreut, berichtete Dr. Dagmar Schwarte vom Gesundheitsamt. Dass die Familienhebamme in Münster wirklich gebraucht wird, zeige ein Beispiel, von dem Dr. Christiane Kappenstein berichtete: Demnach gab eine 17-jährige Mutter ihrem zehn Monate alten Kind ausschließlich Tomatensuppe aus der Tüte, sodass das Kind kaum noch Nahrung zu sich nahm. „Um solchen Fällen vorzubeugen, ist eine Familienhebamme nicht wegzudenken“, fuhr Kappenstein fort.

Familienhebammen bekommen eine spezielle Zusatzausbildung, die über die Fähigkeiten einer „normalen“ Hebamme hinausgeht. So wird allgemein darauf geachtet, dass das Kind und dessen Geschwister gesundheitlich optimal versorgt sind – von der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung bis hin zur richtigen Ernährung. „Wir sind sicher, dass durch das Projekt schon manchem Kind der Start ins Leben erleichtert wurde“, betont Kappenstein.

Familien, bei denen eine gesundheitliche Hilfe für die Kinder notwendig ist, werden vom Gesundheitsamt direkt angesprochen.

Kontakte entstehen auch über Kindertagesstätten, Krabbelgruppen oder Kinder- und Frauenärzte. Ohne die Förderung der Stiftung wäre das Modell in der Form nicht möglich, waren sich die Verantwortlichen des Projektes gestern einig.

Quelle: Westfälische Nachrichten 04.09.2009


Presseerklärung 8/2008

K.O.-Tropfen

Gemeinsam mit seinem Förderpartner, der Franz Bröcker-Stiftung, möchte eve&rave Münster erreichen, dass Frauen in Münster besser über die Gefahren von „K.O.-Tropfen“ informiert werden. Dafür wurde ein Informationsblatt mit Merkmalen, Gefahren und Verhaltenshinweisen entwickelt. Insbesondere an Frauen richtet sich dieser Flyer über die „Vergewaltigungsdroge“. Häufig wird die bekannte Partydroge „Liquid Ecstasy“ (GHB/GBL) bei Straftaten wie z.B. Sexualverbrechen eingesetzt. So kann es insbesondere auf öffentlichen Veranstaltungen passieren, dass Frauen K.O.-Tropfen in ein Getränk gemixt werden. Jedoch können auch Männer z.B. in Urlaubsländern durch die Verwendung von K.O.-Tropfen zu Opfern von Raubüberfällen werden.

Es existiert bisher in NRW keine zentrale statistische Erfassung von vermutlichen Vorfällen im Zusammenhang mit K.O.- Tropfen, so sind zuverlässige Angaben über die Zahl solcher Taten nicht möglich. Das Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf registriert seit 2002 weniger als 10 gesicherte Fälle. Dagegen meldeten sich allein beim Aachener Frauennotruf im vergangenen Jahr 30 Frauen mit dem Verdacht, Opfer von K.O.-Tropfen geworden zu sein. Auch beim Frauennotruf in Münster war es eine zweistellige Zahl. D.h. es ergibt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen der Zahl vermutlicher Opfer und letztendlich zur Anzeige gebrachten Straftaten im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen.

Durch die Wirkung von GHB oder auch Benzodiazepinen in einer bewusstseinsverändernden Dosierung kommt es häufig zu Gedächtnislücken wobei in der Zeit nach dem Erwachen eine anterograde Amnesie auftritt, d.h. die Merkfähigkeit für neue Bewusstseinsinhalte ist für eine Zeit deutlich reduziert. So können neue Eindrücke nur noch für ein bis zwei Minuten im Gedächtnis erhalten werden, ehe sie wieder vergessen werden. Auch kommt es im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen zu einer Erinnerungslücke bezüglich der Geschehnisse unmittelbar vor dem traumatischen Ereignis (retrograde Amnesie). So entsteht bei den Opfern eine Unsicherheit bzgl. des Tatherganges. Gerade bei Vergewaltigungen haben die Frauen häufig nicht den Mut, gleich zur Polizei zu gehen. Nur wenn das Opfer rechtzeitig Anzeige bei der Polizei stellt und rechtsmedizinische Untersuchungen erfolgen sind die verdächtigen Substanzen möglicherweise nachweisbar und eine Beweisführung möglich.
Daher erscheint aus Sicht von eve&rave Münster e.V. eine Aufklärung zum Thema K.O.-Tropfen mit konkreten Verhaltenshinweisen unbedingt erforderlich und diese sollte möglichst umfassend im Rahmen der Prävention auch schon in Schulen und Jugendeinrichtungen stattfinden. Weiterhin wäre es sinnvoll Personal von Großveranstaltungen für das Erkennen von Gefahrensituationen im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen zu sensibilisieren.



Glück ist gesund!

Das Glücksbudget

Das Glücksbudget ist ein Projekt zur besseren Versorgung chronisch kranker Menschen.
Es wird durch die Franz-Bröcker Stiftung gefördert und erstmals in Deutschland durchgeführt.
Die Durchführung in Deutschland ist bisher einzigartig.
In den Niederlanden wird es unter dem Namen "geluksbudget" seit einigen Jahren in
niederländischen Gemeinden eingesetzt, um sozial isolierten Menschen wieder eine
Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen.
Mehr als 500 Teilnehmern konnte in den Niederlanden schon geholfen werden.
Diese berichten eine enorme Zunahme des empfundenen Glücks, eine subjektive
Verbesserung ihres Wohlbefindens, sowie einen (subjektiv) reduzierten Medikamentenkonsum.

Die Franz-Bröcker-Stiftung fördert das Glücksbudget in Form eines Pilotprojekts,
das eine erstmalige Implementierung in Münster erlaubt.

Lesen Sie mehr unter dem Menuepunkt Projekte


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