Franz Bröcker-Stiftung


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Projekte



eve&rave Münster e.V.

Zielsetzung und Inhalt des Projektes

eve&rave Münster e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, gefördert durch die Franz Bröcker-Stiftung, der Drogenprävention, Drogenberatung und gesundheitsförderliche Massnahmen für Jugendliche und junge Erwachsene im Münsteraner Nachtleben anbietet. Die Mitglieder des Vereins, setzen sich aus den verschiedensten Berufsgruppen u.a. Sozial- und Naturwissenschaften, zu einem interdisziplinären Team, zusammen.

Auf regionaler Ebene ist eve&rave Münster eng mit der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Stadt Münster vernetzt. Dort agieren wir als integraler Bestandteil des Drogenhilfesystems der Stadt Münster, mit der wir gemeinsame Aktionen planen und umsetzen, und bieten dem münsteraner Bürger so eine sinnvolle Ergänzung des bereits vorhandenen Angebotsspektrums an.

Überregional kooperieren wir mit verschiedenen Institutionen (z.B. dem Bundesministerium für Gesundheit (BMGS) unterstellten Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)) und anderen in der Prävention tätigen Vereinen, um einen stetigen bidirektionalen Informationsfluß zum umfangreichen Themengebiet der Drogenprävention sicherzustellen bzw. eine optimale Beratung des interessierten Münsteraner Bürgers auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu ermöglichen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Vereins ist die Vor-Ort Arbeit in Clubs und Discotheken durch geschultes Personal in Form von Info-Ständen zur umfangreichen Informationsweitergabe und Beratung von Drogenkonsumenten in den Feldern Gesundheit, Recht und Soziales. Dort sind Infobroschüren zu allen gängigen Substanzen verfügbar. Diese klären auf über Merkmale, Wirkungen und Gefahren der jeweiligen Substanz, z.B. Alkohol oder Cannabis.

Nur durch die Vor-Ort Präsenz konnte bisher die umfangreiche Gruppe der Partydrogenkonsumenten erreicht und informiert werden und der Transfer in weiterführende Angebote sichergestellt werden.
Aktuelle Termine und Orte der Infostände sind auf unserer Website zu finden.

Begleitend zur Vor-Ort Arbeit bieten wir einmal in der Woche eine Sprechstunde an.
Dabei besteht eine enge Kooperation mit der Drogenhilfe der Stadt Münster, damit das Angebot umfassend und weiterführend gestaltet werden kann. Die Kontaktaufnahme kann persönlich in unseren Räumlichkeiten in der Drogenhilfe der Stadt Münster, via Telefon oder per E-Mail erfolgen.

Weiterhin stehen Informationen zu den gängigen Partydrogen wie z.B. Ecstasy, Speed und LSD über unsere Internetseite eve-rave.de bereit. Ein regelmäßig erscheinender E-Mail Newsletter bietet auf Wunsch kostenlos Information zu den Themen Partydrogen und Nachtleben an.

Wir bieten Fortbildungsveranstaltungen für Multiplikatoren (z.B. Lehrer, Sozialarbeiter, Discothekenpersonal), sowie auf die jeweilige Altersgruppe zugeschnittene Drogenprävention für Schüler im Rahmen von Unterrichtseinheiten oder Projektwochen an.


Zeiten und Adressen

eve&rave Münster e.V.
Schorlemerstr.8
48143 Münster
Tel.: 0700-38387283
E-Mail: info@eve-rave.de
Sprechstunde: Dienstags 13 - 17Uhr

http://www.eve-rave.de
http://www.partydrogen.info



Hebammen-Projekt


Zielsetzung und Inhalt des Projektes


Ziel ist es, die Betreuung von Schwangeren und Neugeborenen mit Unterstützungsbedarf grundlegend zu verbessern. Eine optimale Unterstützung bietet hier die frühzeitige Betreuung der Betroffenen durch eine Familienhebamme. Diese genießt aufgrund ihres Berufsbildes in allen Kulturen hohes Ansehen und Vertrauen und findet Zugang auch zu den Frauen, die sonst den Kontakt mit Ämtern eher vermeiden. Um möglichst viele Frauen aus den unterschiedlichen Kulturen und Problembereichen erreichen zu können, wurde eine freiberufliche Hebamme auf Honorarbasis verpflichtet, die über einen eigenen Migrationshintergrund und über eine hohe Sprach- und Fachkompetenz verfügt. Die Hebamme nimmt alle üblichen Hebammentätigkeiten wahr, die im Rahmen der Geburtsvorbereitung sowie der Betreuung nach der Geburt angeboten werden, wie z.B. Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen, Wochenbettbetreuung und Stillberatung bis 8 Wochen nach der Geburt.

Neben dieser medizinischen Betreuung bezieht die Familienhebamme in verstärktem Maße auchsoziale Gesichtspunkte mit ein. Die umfassende Betreuung beinhaltet auch die Vermittlung von Informationen über Ernährung, Pflege, notwendige Vorsorgen etc. Die Familienhebamme sorgtdafür, dass Mutter und Kind die weiteren Untersuchungen bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten wahrnehmen, thematisiert ggf. auch Dinge wie Familienplanung, Gewalt in der Familie und zeigt weitere Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten auf. Der Betreuungszeitraum wird individuell festgelegt und kann bei Bedarf das 1. Lebensjahr des Kindes umfassen.

Die Profession der Hebamme ist für diese Art der Betreuung äußerst günstig, da Hebammen in der Regel ein besonders vertrauensvolles Verhältnis zu den Müttern und eine hohe Akzeptanz haben. Schließlich arbeitet die Hebamme eng mit allen Diensten, die in der jeweiligen Familie tätig sind sowie mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zusammen. Diese Kooperation ermöglicht eine niedrigschwellige Betreuung von Problemfamilien. Die Familienhebamme ist den kooperierenden Institutionen als feste Ansprechpartnerin bekannt. Sie macht andere freiberuflich tätige Hebammen, mit denen das Gesundheitsamt auch zusammenarbeitet, mit den unterschiedlichen Kulturen bekannt und versucht, die Sensibilität ihrer Kolleginnen für die besonderen Problemlagen dieser Frauen zu steigern. Ziel ist dabei immer eine Integration in das Regelversorgungssystem. Die bisherigen Projekterfahrungen sind ausgesprochen positiv.

Die Familienhebamme hat zu Beginn des Projektes (2004) vorwiegend Frauen mit Migrationshintergrund, im zweiten Jahr (2005) wegen des zunehmenden Bedarfs auch einige deutsche Frauen aus Stadtteilen mit besonderem Förderbedarf betreut. Die Anbindung der Hebamme an das Gesundheitsamt ist für beide Seiten gewinnbringend. Die Arbeit der Hebamme ergänzt die aufsuchenden Gesundheitshilfen im Sektor Frauenarbeit undFamilienhilfe. Da die Fachstellenleiterin Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist, steht sie der Hebamme als kompetente Beraterin zur Seite. Alle betreuten Fälle werden in regelmäßigen Rücksprachen aufgerollt und diskutiert.

Im Laufe des Jahres 2005 wurden die Dienste der Hebamme verstärkt vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien angefordert. Das Gesundheitsamt möchte daher die Einsatzzeit der Hebamme ab 2006 ausweiten, um sowohl in den Übergangsheimen als auch in den Stadtteilen dieVersorgung von Schwangeren und Säuglingen mit Unterstützungsbedarf sicherzustellen und zuverbessern. Durch eine Verdoppelung der Einsatzzeiten der Familienhebamme könnten ca. 90 Frauen und Kinder pro Jahr erreicht werden.





Glück ist gesund!

Das Glücksbudget

Das Glücksbudget ist ein Projekt zur besseren Versorgung chronisch kranker Menschen.
Es wird durch die Franz-Bröcker Stiftung gefördert und erstmals in Deutschland durchgeführt.
Die Durchführung in Deutschland ist bisher einzigartig.
In den Niederlanden wird es unter dem Namen "geluksbudget" seit einigen Jahren in
niederländischen Gemeinden eingesetzt, um sozial isolierten Menschen wieder eine
Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen.

Mehr als 500 Teilnehmern konnte in den Niederlanden schon geholfen werden.
Diese berichten eine enorme Zunahme des empfundenen Glücks, eine subjektive
Verbesserung ihres Wohlbefindens, sowie einen (subjektiv) reduzierten Medikamentenkonsum.
Die Franz-Bröcker-Stiftung fördert das Glücksbudget in Form eines Pilotprojekts,
das eine erstmalige Implementierung in Münster erlaubt.

Das Glücksbudget zielt darauf ab, diesen Menschen eine soziale Wiedereingliederung zu
ermöglichen. Es richtet sich an chronisch kranke Menschen, die durch ihre Krankheit nicht mehr
am (sozialen) Leben teilhaben können und so vereinsamen. Sie haben wenige oder keine
sozialen Kontakte. Die vorhandenen Kontakte werden als oberflächlich oder einseitig erfahren.
Die Lebenswelt dieser Menschen ist zusehends kleiner geworden und ist fast ausschließlich auf
die Krankheit; Arztbesuche und die Erledigung lebensnotwendiger Besorgungen beschränkt.
Auch haben sie meist nichts mehr, auf das sie sich noch freuen können.
Eine chronische Krankheit beeinträchtigt Betroffene in nahezu allen Lebensbereichen.
Krankheit und Wohlbefinden beeinflussen sich gegenseitig. Während der Krankheit volle
Aufmerksamkeit geschenkt wird, wird das individuelle Wohlbefinden oft vernachlässigt.
Es gibt zahlreiche Hinweise, dass eine chronische Krankheit dazu beitragen kann, dass Betroffene
sozial isoliert werden und dass der Zustand der Isolation die Krankheitsfolgen zusätzlich verstärkt.
"Normale" Aktivitäten werden nicht mehr unternommen, was den Verlust von Autonomie und
Selbstbestimmung und somit auch von Selbstheilungskraft, Elan und Selbstvertrauen zur
Konsequenz hat. Das Glücksbudget hilft diesen Menschen, den ersten Schritt zu tun, um diesem
Zustand zu entfliehen. Teilnehmer können sich nicht selber für eine Teilnahme anmelden,
sondern müssen durch Fachpersonal aus dem medizinischen oder sozialen Sektor angemeldet
werden. Nach der Anmeldung werden in einem ersten Gespräch Aktivitäten erarbeitet, die
die Betroffenen gerne (wieder) ausüben möchten. Zentral steht hierbei die Frage:
Was macht Sie glücklich? Menschen die am Glücksbudget teilhaben konnten, entdecken Ihre
Stärken wieder und blühen regelrecht auf. Sie sehen wieder einen Sinn in ihrem Leben.
Bei der Durchführung der Aktivitäten wird deshalb auch nur so viel Unterstützung wie nötig
geleistet.Sie sind nicht mehr nur der Patient, der Hilfsbedürftige, sondern sie sind wieder
ein aktives Mitglied der sozialen Gemeinschaft.


Bei Fragen können Sie jederzeit gerne Kontakt zu der Projektleiterin Sarah Kedzia aufnehmen.

Sarah Kedzia, Psychologin M. Sc.
0178 / 6813746

E-Mail: gluecksbudget@googlemail.com



--Information für Bewerber des Glückbudgets--




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